Sterbehilfe

Das Thema ist grade nicht mehr so aktuell in den Medien.
Dadurch ist es aber nicht unwichtiger geworden. Es ist meiner Meinung nach aktuell wie eh und je. Ich werde erstmal die aktuelle gesetzliche Lage erläutern, da sich leider viele mit diesem Thema noch nicht befasst haben.

Strafgesetzbuch (StGB) § 216 Tötung auf Verlangen

(1) Ist jemand durch das ausdrückliche und ernstliche Verlangen des Getöteten zur Tötung bestimmt worden, so ist auf Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren zu erkennen.
(2) Der Versuch ist strafbar.

Soviel zum Gesetz


Die einzige halbwegs “straflose” Möglichkeit in Deutschland ist die Beihilfe zur Selbstötung. Hier wird der zu versterbenden Person geholfen indem ihr z.B. ein Mittel/Medikament zur Selbsttötung bereitgestellt wird. Jedoch muss der letzte Schritt noch selbst beherrscht werden damit ein Suizid vorliegt. Aber selbst dann kann der Beihilfeleistenden Person noch unterlassene Hilfeleistung zur Last gelegt werden.


Seit Jahren wird über die aktive Sterbehilfe diskutiert. Nicht nur in Deutschland, überall auf der Welt wird dieses Thema diskutiert. Einige Länder sind weiter einige hinken hinterher. Vorreiter sind, wie so oft, die Schweiz und die Skandinavischen Länder. Natürlich muss ein so heikles Thema ausführlich und bis in das kleinste detail durchdacht werden. Alle Sichtweisen sollten auch berücksichtigt werden. Die der hinterbliebenen aber auch der Ärtze. Doch letzten Endes sollte die endgültige Entscheidung jeder selbst treffen dürfen.

Den Kranhenhäuser wird allerdings vorgeworfen übeles Geschäft mit den todkranken zu machen. Die Paliativmedizin ist ziemlich teuer. In vielen Fällen wird angenommen das Patienten um jeden Preis am Leben erhalten werden, um so weiterhin durch die Krankenkassen zu kassieren.

Uns ist allen bewußt, das wir bei der aktiven Sterbehilfe nicht Menschen meinen, die aus einer Laune heraus sterben wollen. Auch nicht über Menschen die Liebeskummer haben oder depressiv sind. Gemeint sind Menschen die sterbenskrank sind. Jene, bei denen die Palliativmedizin nicht mehr hilft. Es bestehen keine genesungchancen mehr für den Patienten. Lebenserhaltende Maßnahmen wurden eingeleitet und die Maschinen erhalten das Leben. Der Patient hat unbeschreibliche Schmerzen, welche durch Morphium versucht werden zu unterdrücken.

Jetzt stell dir vor du wärst der Patient.

Du liegst machtlos auf dem Sterbebett. Dein Körper macht nicht mehr mit. Du hast höllische Schmerzen. Du bist dir bewusst du spielst die Verlängerung. Jedoch lassen dich die Maschinen nicht sterben. Du würdest deinem Leben selbst ein Ende bereiten, doch du bist nicht mehr in der Lage dazu. Du bettelst sterben zu dürfen, aber das Gesetz verbietet es. Also musst du dich bis zum bitteren Ende quälen und einen sehr schmerzvollen und nicht humanen Tod sterben.


Wo ist da der Sinn?

Natürlich muss es für die aktive Sterbehilfe gesetzliche Spielregeln geben. Alleine um missbrauch vorzubeugen. Der Gesetzgeber sollte natürlich immernoch die schüztende Hand über die Menschen halten. Die Sterbehilfe sollte ja nicht zur Normalität werden für jedermann, dem der Sinn danach steht zu sterben. Aber wenn gewisse Bedingungen erfüllt sind und es hundertprozentig klar ist das keine Heilung mehr besteht, sollte einem sterbenden doch dieser letzte Wunsch erlaubt sein.

Der Wunsch nach einem friedlichen Tod.

Was kann man im Moment machen um eine solche Situation zu vermeiden. Solange es keine Gesetzesänderung gibt würde ich jedem empfehlen, sich Gedankenen über eine Patientenverfügung zu machen. Mit der Patientenverfügung kann jeder im Prinzip das eigene dahinscheiden selber bestimmen. Hier ein Link zum Ausdrucken

Patientenverfügung Link

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