Der Tod


Ja, ich weiß. Ein heikles Thema. Nicht jeder traut sich an dieses Thema heran.

Die meisten von uns verdrängen diesen Gedanken ganz schnell. Denn … es ist ja noch so lange hin bis wir sterben, oder? Als ob es eine Garantie geben würde, das wir alle mindestens 80 oder 90 Jahre alt werden würden. 

Schauen wir erst einmal was wir alle über den Tod wissen. 

Zunächst wissen wir mit 100% Wahrscheinlichkeit, das alles Leben einmal sterben wird. Seit Menschengedenken ist es nicht einmal vorgekommen, das ein Lebewesen nicht gestorben ist.  Die einen eher die anderen später. 

Selbst die größten Kaiser und Imperatoren, die über große Teile der Erde geherrscht haben, mussten irgendeinmal sterben.  

Genauso sieht es in der Tierwelt aus. Auch sie müssen eines Tages sterben. Die Eintagsfliegen die nur einige wenige Tage leben dürfen sowie die Schildkröte, die über 200 Jahre auf der Erde weilen darf. 

Unser Herz hört auf zu schlagen unser Gehirn beendet seine Aktivität. Zurück bleibt erst einmal eine Menschliche leblose Hülle, die dann in einigen Wochen auch zerfallen wird. 

Das ist unser Wissen über den Tod. Was kommt danach? Niemand weiß es, denn es ist keiner zurückgekehrt. 

Ich höre wie die meisten jetzt sagen: „Natürlich wissen wir was nach dem Tod kommt“. 

Für die Gläubigen der Monotheistischen Religionen (Judentum, Christentum, Islam) gibt es ein leben nach dem Tod. Entweder wird die Seele in den Himmel steigen oder sie wird verdammt in die Hölle.  Auch auf die Gefahr hin böse Kommentare zu ernten, erlaube ich mir trotzdem zu sagen das es keine Beweise dafür gibt. Deshalb heißt es ja auch der „Glaube“. 

Angehörige des Buddhismus glauben auch an ein Leben nach dem Tod. Allerdings unterscheidet es sich in sofern, das sie an eine Wiedergeburt glauben. Die Seele wird in einem anderen Körper wiedergeboren. 

Wie bereits erwähnt sind das nur Theorien. 

Natürlich müssen alle Weltansichten respektiert werden. Ob gläubig oder ungläubig. 

Mit Sicherheit erleichtert der Gedanke die Menschen, das der Tod nicht das endgültige Ende bedeutet. Sie nimmt ihnen die Angst vor dem Tod. Zudem tröstet dieser Gedanke das verstorbene Angehörige jetzt an einem besseren Ort sind. 

Oft habe ich drüber nachgedacht, was ich in jenem Moment wohl empfinden werde.  

Was wird passieren. Die Augen fallen zu. 

Dunkelheit? 

Ist es wie einschlafen jedoch ohne jemals wieder aufzuwachen. 

Gibt es überhaupt eine Seele? 

Werden wir über unseren toten Körper schweben wie in den Filmen?

Die meisten wünschen sich natürlich einen sanften Tod. Am liebsten im Schlaf. Kurz und Schmerzlos. Denn niemand möchte einen langen quälenden Tod. Hilflos bettlägerig zu sein und zu einer Last der anderen werden. 

Nein das möchte niemand. Nur liegt das nicht in unserer Hand. Oder vielleicht doch . Stichwort: Sterbehilfe. Aber dazu werde ich separat einen Blog schreiben.

Was mit uns passieren wird bleibt also unklar. 

Aber was passiert nach uns?

Die Erde wird sich weiterdrehen. 

Nach einer gewissen Trauerzeit wird wieder alles den normalen Tagesablauf nehmen.  

Die ersten Tage und Wochen werden wir noch in hunderten Herzen und Gedanken leben. Die Familienangehörigen, die Freunde, die Arbeitskollegen und alle die einen irgendwie kannten. Nach einigen Monaten werden wir nur noch in den liebsten und engsten Herzen weiterleben. Und wenn auch der letzte Mensch der uns kannte dahinscheidet, so verschwinden wir endgültig von der Erde. 

Die einzigen Ausnahmen sind jene die Prominent sind, wie Wissenschaftler, Philosophen, Erfinder etc. etc.

Was kann ich dieser Welt hinterlassen? 

Mein Fazit:

Die Periode nach dem Tod können wir nicht planen. Also bleibt uns nur die Zeit bis zum Tod. 

Ich möchte nicht alleine sein am Sterbebett. 

Meine liebsten um mich herum, jawohl. Sehen, das man geliebt wurde. Und bereuen möchte ich nichts. Weder Dinge die ich getan oder versäumt habe.   

4 Gedanken zu „Der Tod

  1. Hallo iphilo. Bin zufällig auf deiner Seite gelandet. Habe auch die anderen Artikel gelesen. Mir gefällt dein Schreibstil und natürlich auch deine Gedankengänge. Werde deine Artikel weiter verfolgen.

  2. Hi iphilo.

    Sure 109: al-Kafirun (Die Ungläubigen)

    Im Namen Allahs,
    des Allerbarmers, des Barmherzigen
    1
    Sag: O ihr Ungläubigen,

    2
    ich diene nicht dem, dem ihr dient,

    3
    und ihr dient nicht Dem, Dem ich diene.

    4
    Und ich werde (auch) nicht dem dienen, dem ihr gedient habt,

    5
    Und ihr werdet nicht Dem dienen, Dem ich diene.

    6
    Euch eure Religion und mir meine Religion.

    Wie man sieht und liest, gibt es in meiner Religion dem Islam die Toleranz jedem seinen Glauben zu lassen.
    Jedoch möchte ich zu einem kleinen Teil deines Textes meine Gedanken loswerden.

    Du hast nie deine Geburt gesehen. Würdest du es leugnen von deiner Mutter geboren worden zu sein?
    Du hast nie gesehen wie dein Vater dich gezeugt hat und glaubst daran. Nein, du bist dir sogar zu hundertprozent sicher.
    Du glaubst auch daran, dass deine Geschwister dein Blut haben. Es besteht für dich kein zweifel, weil die Menschen um dich herum sind und dir das so gesagt haben oder du Jahre mit Ihnen verbracht hast.
    Doch wir wissen beide, dass es niemals Zufall sein kann wie diese Welt entstanden ist. Alles in Perfektion. Bis ins kleinste Detail. Eine Abweichung und die Erde gibt es nicht.
    Das alles hat uns auch jemand gegeben. Nur haben wir keine Stunden und Jahre mit ihm verbracht, weil wirs nicht sehen.
    Wie kann man das leugnen?
    Man würde seine Mutter trotz hundert Mal geschlagen worden zu sein unendlich lieben. Es ist die Mutter (die es vorgibt) und du daran glaubst.
    Geht was schief auf der Welt sagen die Menschen es gibt keinen Gott. Ist das nicht der Grund fürs nicht glauben?
    Seinem Umfeld verzeiht man Taten..
    Dem der alles erschaffen und geschenkt hat, egal ob viel oder wenig, dem einen mehr dem einen weniger, dem verzeiht man es nicht und glaubt nicht an Ihn.

    Ich hoffe du hast meinen Gedankenweg verstanden.

    Tolle Seite übrigens, mach weiter so!

    1. Hallo Gläubiger,

      vorab ein dankeschön für deinen Kommentar. Wer mich kennt, und ich glaube das tust du, weiß das ich alle Religionen sowie alle Gedanken respektiere. Deine Gedankengänge die du beschrieben hast kenne ich nur zu gut. Der Punkt an dem ich angekommen bin ist nicht von heute auf morgen passiert. Das ist ein langer Prozess. Ich habe den Koran gelesen, teile von der Bibel und teile der Tora. Ich habe in alle Richtungen recherchiert. Ich weiß mehr über Religion als die meisten die behaupten gläubig zu sein. Ich bin ein Agnostiker. Ich kann nicht beweisen das es keinen Gott gibt, aber auch nicht das es einen gibt. Jeder sollte meiner Meinung nach recherchieren und alles in Frage stellen. Nur so gibt es keinen stillstand.
      Aber Danke noch einmal für die Zeit die du dir genommen hast um diesen Text zu lesen und kommentieren.

      Liebe Grüße

      Ertan
      iphilo.de

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