Relation zum Universum

Letztens hörte ich wieder einmal mein Wissenschaft Podcast, bei der auch viel über das Universum berichtet wird. („Wrint“ mit Florian Freistetter und Holger Klein). Mein Lieblingsthema!! Das schier endlos scheinende Universum. Man droht verrückt zu werden bei dem Versuch zu begreifen, wie groß es ist.

Versuchen wir es trotzdem einmal.

1977 startete Voyager 1 in die weiten des Weltalls, mit der damals höchsten Geschwindigkeit die uns Menschen zur Verfügung stand. Erst 2012 verließ es den interstellaren Raum.

35 ganze lange Jahre hat es gebraucht, nur um unser Sonnensystem zu verlassen.

Der Durchmesser unserer Galaxie, der Milchstraße, beträgt 100.000 Lichtjahre.

Das bedeutet, wenn wir ein Raumschiff hätten das mit Lichtgeschwindigkeit fliegen könnte bräuchte man 100.000 Jahre um einmal quer durch unsere Galaxie zu gelangen. Es ist schon schwer auszurechnen wieviele Generationen unterwegs sein müssten, wenn man bedenkt das ein Menschenleben ca ~ 80 Jahre beträgt. Und unsere Galaxie ist nur eine von Milliarden Galaxien.

Das größte Problem wäre da noch das  wir noch nicht einmal das Know-how für eine Technik besitzen die es uns ermöglichen würde die Lichtgeschwindigkeit zu nutzen (~300.000 m/s). Wahrscheinlich wird es auch für immer unmöglich bleiben. Warum ich das Glaube ??

Laut Einstein kann Lichtgeschwindigkeit nur erreicht werden von masselosen Objekten, eben wie es das Licht ist. Deshalb glaube ich nicht das sich so elementare physikalische Gesetze aushebeln lassen. Auch nicht in 1000 Jahren. Allerhöchstens kann ich mir vorstellen dass wir durch Abkürzungen große Strecken überwinden könnten. Stichwort „ Wurmlöcher“.

So überlegte ich nun vor mich hin. Wir sind ein Teil von etwas  fast unendlichem. Wenn man nun seine Position in diesem Universum versteht und die „Größe“ seiner Probleme in Relation zu der Größe des Universum stellt, merkt man wie unbedeutend diese sind. Unbedeutend in diesem komplexen System, jedoch in der eigenen Wahrnehmung  sehr groß. Jeder Astronaut der einmal die Erde aus dem All beobachten durfte, beschreibt dessen Zerbrechlichkeit.

Das bringt mich zu meiner These. Ich bin der Meinung das es fiktiv 7,6 Milliarden Erden gibt. Sozusagen Parallelwelten allerdings gelebt auf dieser Erde. Denn sieht sich nicht jeder als Mittelpunkt dieser Welt? Sind die eigenen Probleme nicht die größten? Auch wenn wir es noch so versuchen werden wir alles nur subjektiv beurteilen können.

Denn jeder von uns besitzt unzählige Identitäten.

Wir sind Ehemann oder Ehefrau, Vater oder Mutter, Mann oder Frau, links oder rechts, gläubig oder ungläubig etc…….

Würden wir also alle 7,6 Milliarden Menschen bitten uns ihre Welt zu beschreiben, bekämen wir höchstwahrscheinlich 7,6 Milliarden verschiedenen Ansichten. Weil ein jeder sieht diese Welt eben durch seinen eigenen Augen. Physikalisch gesehen haben wir nur diese eine Erde. Aber gelebt und gefühlt  Milliarden Versionen. Derjenige der das Glück hatte in Wohlstand  aufzuwachsen wird diese Welt als einen sehr schönen Ort beschreiben. Was wird wohl jener sagen der aus sehr armen Verhältnissen stammt. Oder welcher der krank ist, behindert geboren wurde oder oder oder ….

Schlussendlich bedeutet das also dass wir zwar alle die gleichen äußeren Rahmenbedingungen haben, aber für jeden das Spiel des Lebens anders aussieht.

Euer Freidenker Ertan

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